Nelea Vital

Gibt’s gutes Essen auch günstig?

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Als ich Studentin war, konnte ich (noch) nicht kochen. Deshalb war Essen eine relativ teure Angelegenheit und kompliziert war es auch. Bis mir jemand sagte: Ist doch einfach. Guck mal die Zutatenliste auf dieser Dose an. Wir standen gerade in einem Discounter und ich hatte Nasi Goreng in der Hand.
Ok. Reis. Hühnchenfleisch. Zwiebeln. Karotten. Salz. Aroma. Alles keine Geheimzutaten. Bis auf Aroma. Meine Freundin sagte mir, sämtliche Geheimnisse könnte ich in jedem ex-beliebigen Kochbuch finden.
Und sobald ich das einmal gelernt hatte, würde ich günstig kochen, leckerer, als es in dieser Dose war und hätte endlich genug Geld, um mit ihr ins Kino zu gehen. Das war ein Ansporn!
Ich bin Jahrgang 1964 – die Babyboomer-Generation. Unserer Mütter hatten sich vorgenommen, dass wir es „mal besser haben sollten“. Bei uns bedeutete das, dass ich zuerst aufs Gymnasium und dann an die Uni gehen durfte. Außerdem wurde mir Klavier- und Posaunen-Unterricht bezahlt und ich durfte einen Segelflugschein machen. Wovon ich befreit war, war Küchendienst. Ok, Tisch abräumen, ja, aber ich musste nicht beim Kochen helfen. Als ich ausgezogen bin, konnte ich deshalb nicht kochen und stellte schnell fest, dass am Ende vom Geld noch Monat übrig ist. Ganz nebenbei habe ich im ersten Jahr an der Universität auch glatte 10 Kilo zugenommen!

Fast Food ist teuer und ungesund.
Hier also ein paar Tricks, wie du es anders machen kannst: günstiger, gesünder und sehr lecker!
Das Wichtigste sind Gewürze. Mit den richtigen Gewürzen kann man sogar welkes Gemüse und minderwertiges Fleisch lecker zubereiten. Nicht, dass ich das heute empfehlen würde, aber es geht ja in diesem Bericht um eine günstige Essens-Variante. Je teurer die Gewürze, umso billiger könnten die Zutaten sein und es schmeckt immer noch fantastisch.

Mariniere deine Zutaten.
Bringt das Marinieren von Fleisch wirklich etwas?
Ja sicher. Es macht das Fleisch zarter, die Zubereitung geht schneller und man hat sehr viele Möglichkeiten, das Fleisch geschmacklich zu variieren und zu verbessern. Die Aromastoffe dringen beim Marinieren tief ins Gewebe ein. Es ist eine Möglichkeit, billiges Fleisch geschmacklich zu „pimpen“, deshalb ist es bei armen oder sparsamen Menschen (Studenten) sehr beliebt, weil es den Geschmack und sogar die Verdaulichkeit verbessert. Früher wurden Fleisch und Fisch in einer Salzlake eingelegt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Das war der Ursprung des Marinierens. Jeder kennt das noch vom Sauerbraten oder Hering. Heute geht es fast ausschließlich um zusätzlichen Geschmack. Hühnchen schmeckt ja kaum noch nach etwas, wenn es nicht ein gut gefüttertes Huhn vom Biobauern ist. Da Huhn und Geflügel aber als gute Eiweißquelle in sehr vielen Diäten empfohlen werden, ist eine Marinade eine gute Möglichkeit, das Geschmackserlebnis zu verbessern und immer wieder zu verändern.

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Man kann mit Eiweiß wirklich gut Fett abbauen und Körperspeck loswerden. Deshalb ist auch Low Carb so erfolgreich – kaum Kohlenhydrate, die den Insulinspiegel triggern und viel gesundes Gemüse und Salate plus mageres Eiweiß. Wem bei magerem Geflügel der Geschmack zu kurz kommt, der kann marinieren – das gilt nicht nur für Fleisch, sondern auch für Gemüse. Marinieren bedeutet: Zutaten klein schneiden und über Nacht in der Marinade einlegen.
Oder für Eilige: Mach dir dein eigenes Würzöl. Damit fehlen zwar die Vorzüge, die das Marinieren hat (Geschmacksverbesserung der Zutaten, das Fleisch wird zarter etc.), aber so können auch Anfänger leicht und lecker kochen. Tomaten vom Backblech, mit einem Würzöl eingepinselt, schmecken wie ein völlig neues Gemüse – verglichen mit rohen Tomaten.

So geht Würzöl zum Selbermachen: Eine Glasasche mit gutem Öl auffüllen, Paprika- oder Chilischote und Pfefferkörner hinzufügen und die Flasche zu einem Drittel mit Gewürzen füllen. Ich nehme süßes Paprikapulver und Madras Curry. Ein paar Tage stehenlassen und vor jeder Benutzung gut durchschütteln. Fertig. Salz gehört übrigens nicht in ein Würzöl. Brauchst du mehr Tipps, schreib mir.

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Fehlt nur noch ein gesunder, leckerer Nachtisch. Dieses Mal ohne Marinade, aber mit einem weiteren Trick, den Geschmack zu verbessern. Obst auf den Grill! Ersatzweise in die Bratpfanne.

Wieso kommt Obst auf den Grill?
Weil es dann doppelt lecker ist. Durch die Hitze reift das Obst quasi nach und wird süßer als vorher.

Manchmal fast zu süß. Da gibt es dann einen besonders leckeren Trick. Mildere die Süße von Melone, Ananas oder Banane mit etwas Chili, Pfefferkörnern oder (wenig) Meersalz. Billiger, leckerer und exquisiter geht es nicht. Da wird sogar ein „banaler“ Apfel zum Traum-Nachtisch!
Wenn du gerne Einladungen magst und dein Menü vorher verschickst, könnte es bei den Ananas so heißen: Filets von frischer Ananas, in goldener Kurkuma-Butter gebraten, mit Chili abgeschmeckt, dazu ein Klecks cremige Kokosmilch, serviert auf einem Bett aus Minze-Blättern.

Na, wer hätte gedacht, dass du sowas kannst?!

Hast du einen der Tipps umgesetzt? Hat es funktioniert und wurde leckerer als vorher?
Schreib mir hier und lass uns alle teilhaben an deinen Gourmet-Erfolgen!

Nelea Vital Tanja Kaiser

Tanja Kaiser

Ich weiß, wie Abnehmen geht und bringe dir das gerne bei. Gestartet mit 50+ bei 120+ kg kann ich dir versprechen: Du bist nie zu alt oder zu dick, um erfolgreich abzunehmen.

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